| Beschreibung : Die Gedenkmünze würdigt die im Auftrag von
Carlos' I., König von Spanien, 1519 unter der Leitung des Porugiesen Ferdinand Magellan (∼1480‐1521)
begonnene Weltumrundung, die eine Westroute zu den Gewürzinseln finden sollten. Die aus fünf Schiffen und 270
Mann bestehende Flotte umrundete 1520 erstmals Südamerika durch die "Magellanstraße" und überquerte 1521
den Pazifik. Magellan war 1505‐1512 bereits vom Westen aus zum Malaiischen Archipel (und zurück) gesegelt, der
weiter östlich liegt als Mactan, Philippinen, wo er 1521 im Kampf ums Leben kam ‐ somit hatte er alle Meridiane der
Erde westwärts überquert und, mit siebenjähriger Unterbrechung, nahezu eine komplette Erdumrundung vollzogen.
Juan Sebastián Elcano (1476‐1526) vollendete auf der Nao Victoria 1522 die Expedition und erbrachte den
Beweis für die Kugelgestalt der Erde. Unter den nur 18 Rückkehrern waren auch der italienische Chronist Antonio
Pigafetta und ein in den Schiffspapieren Maestre Anes genannter Kanonier aus Aachen (dem als Teilnehmer der 1525 gestarteten
Loaísa‐Expedition ‐ und elfjähriger Odyssee ‐ erstmals eine zweite Erdumrundung gelang). 1526 kehrten noch
vier weitere Überlebende, die zuletzt an Bord des zweiten verbliebenen Schiffes der Flotte, der Trinidad, waren,
als Gefangene der mit den Spaniern konkurrierenden Portugiesen nach Europa zurück, darunter der Deutsche Hans Barge, der
1527 im Kerker in Lissabon verstarb. Die Münze zeigt Magellan im Dreiviertelprofil, umgeben von den Worten "CIRCUM
NAVEGACÃO" (Weltumrundung), "1519 FERNÃO ♦ DE ♦ MAGALHÃES" (rechts)und "2019 ♦ PORTUGAL"
(links). Oben ist als Zeichen für die große Verbundenheit Portugals mit der Seefahrt eine stilisierte
Armillarsphäre abgebildet, ein Navigationsgerät aus der Zeit der portugiesischen Weltmeerbesegelungen. Unten ist
"INCM" als Münzzeichen der portugiesischen Prägestätte Imprensa Nacional‐ Casa da Moeda S.A.
in Lissabon und das Signet "L.F. ABREU" des Münzgestalters Luís Filipe de Abreu dargestellt. |